Umgang mit herausforderndem Verhalten…

…von Kindern in Krippen und Kindertageseinrichtungen

Kinder fordern durch ihr Verhalten andere, besonders die Erwachsenen, heraus. Durch „auffälliges Verhalten“ von Kindern geraten pädagogische Fachkräfte immer wieder an ihre Grenzen, Grenzen ihrer Pädagogik, an Grenzen ihres Wissens, Grenzen ihrer Handlungsoptionen. Diese Handlungsunfähigkeit oder -einschränkung führt zu Ärger (oft über sich selbst), Ärger über Eltern, Träger usw., Ratlosigkeit und im schlimmsten Fall zur Stigmatisierung von Kindern. Was tun also bei Konzentrationsdefiziten, sehr starkem Bewegungsdrang, Abgrenzung oder auch Aggressionen? Im Mittelpunkt der Fortbildung steht die Bedeutung von zwischenmenschlichen Wechselbeziehungen und Interaktionsprozessen, den Grundzügen einer professionellen Beziehungsgestaltung im Sinne einer systemorientierten Haltung. Diese Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und sie in den Kita-Alltag mit einzubinden stellt eine besondere Herausforderung an das pädagogische Fachpersonal dar. Ziel dieser Fortbildung ist es, besondere Verhaltensweisen zu verstehen und einzuordnen, berufliches Handeln zu reflektieren und Ihr pädagogisches Repertoire zu erweitern.

Sie erwerben folgende Kompetenzen:
Sie kennen

  • die Problematik des Begriffs „Verhaltensauffälligkeit“.
  • die Bedeutung der eigenen Sozialisation und Biographie im Hinblick auf das eigene pädagogische Handeln und die Bewertung von „auffälligem“ Verhalten.
  • die systemische Sichtweise im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen.
  • den stärken- und ressourcenorientierten Ansatz im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen.
  • unterschiedliche Ursachen von herausfordernden Verhaltensweisen.
  • Methoden, um die je aktuellen und grundlegenden Bedürfnisse von Kindern zu erfassen und reflektiert passgenaue, fachlich begründete „Antworten“ zu geben.
  • Methoden zur Erarbeitung von Handlungsstrategien für die Alltagsgestaltung, Unterstützung und Förderung von Kindern mit ängstlichen bzw. aggressiven Verhaltensweisen.

Sie können

  • eigene Werte und Normen sowie Ihre Wahrnehmung reflektieren.
  • hinter dem Verhalten eine Funktion erkennen, z.B. das Verhalten als ein „Notsignal“ verstehen.
  • verstehen, dass der Kontext der Kindertageseinrichtung das Verhalten des Kindes sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.

Modul 1:

  • Begriffsklärung, Sozialisationserfahrungen, Werte/Normen, Einführung in die systemische Perspektive.
  • Ursachen, Formen, Modelle herausfordernder Verhaltensweisen.

Modul 2:

  • „Methodenkoffer“: Handlungsstrategien für den Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen entwickeln und umsetzen.
  • Zusammenarbeit mit Eltern von Kindern mit heraus-
    forderndem Verhalten.


Zielgruppe

Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen von 0–6 Jahren

Trainerin
Katrin Schmieder

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendforschung ZfKJ der Evangelischen Hochschule Freiburg statt.

Termine
Modul 1: Do./Fr., 23./24.05.2019
Modul 2: Do./Fr., 01./02.08.2019
jeweils 9 – 17 Uhr

Ort
Freiburg im Breisgau

Kosten
500,00 €

Anmeldung