Gender-Mainstreaming – geschlechtersensible Arbeit mit Kindern von 6 – 12 Jahren

„Als Frauen und Männer werden wir nicht nur geboren, sondern auch gemacht.“

Mädchen und Jungen werden schon sehr früh mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Erwartungen an ihr Geschlecht konfrontiert. Das zeigt sich unter anderem bei Kinderspielsachen. Bei typischem Jungenspielzeug wie Lego-Technik, Autos oder Modellbau geht es häufig um Funktionalität und Konstruktion. Mädchenspielsachen werden häufig durch Innerwelt-bezogene Themen wie Puppenstube, Kaufladen oder Küchenzeile dominiert. Genderkompetenz in der Schulkindbetreuung bedeutet, soziale Festlegungen in der Einstellung und im Verhalten von Jungen und Mädchen zu erkennen und die Fähigkeit, so damit umzugehen, dass beiden Geschlechtern neue und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden. Gender-Mainstreaming zielt darauf ab, die Rollenmuster beider Geschlechter zu hinterfragen und zu verändern. Menschen, die in der Erziehung und Bildung von Kindern tätig sind, haben Einfluss auf das Rollenverständnis junger Menschen und tragen damit Verantwortung sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Sie erwerben folgende Kompetenzen:
Sie kennen

  • eigene und gesellschaftliche Vorurteile gegenüber Mädchen und Jungen.
  • die Bedeutung Ihres eigenen Verhaltens als Vorbild dafür, wie man sich als Frau oder als Mann verhält.
  • Außenwirksamkeit als Prinzip männlicher Sozialisation und Innenwirksamkeit als Prinzip weiblicher Sozialisation.
  • Grundsätze der Mädchen- und Jungenarbeit.

Sie können

  • Maßnahmen und Ideen entwickeln, um den Bedürfnissen von Jungen und Mädchen in Ihrer Einrichtung gerecht zu werden.
  • Raumgestaltung und pädagogisches Material hinsichtlich sozialer Festlegungen von Mädchen und Jungen kritisch prüfen.


Zielgruppe

Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen von 0 bis 10 Jahren

Trainerin
Lisa Flack

Termine
Fr./Sa., 18./19.10.2019
1. Tag 14 – 17 Uhr,
2. Tag 9 – 17 Uhr

Ort
Freiburg im Breisgau

Kosten
185,00 €

Anmeldung