
Neue Medien als pädagogische Herausforderung verstehen und gestalten
Medien prägen die Identitätsfindung, sie sind leitend für soziale Normen und dienen als primäre Orte für Beziehungsaufbau, politische Meinungsbildung sowie gesellschaftliche Teilhabe.
Digitalisierte Medien in der Kindheit sind einerseits ständig verfügbar und andererseits bergen sie Gefahren. Medienschutz und Früherkennung von Cybermobbing, Kostenfallen in Apps, Gaming-Sucht sowie der Umgang mit ungeeigneten Inhalten (z. B. auf TikTok oder YouTube) sind Teil der Fortbildung. Medienkategorisierung, Einschätzung von Medieneinflüssen und Medienkompetenz der Beteiligten ist pädagogisch zentral.
Grundlegend gehen wir der Frage nach, wie können Medien als Ressource in die pädagogische Arbeit eingebunden werden? Wir beschäftigen uns in Modul 1 mit Vorbildern in den Medien, betrachten Influencer*innen und schauen auf soziologische und psychologische Auswirkungen. Social Media fungiert als vollwertiger Sozialraum. Vorbildverhalten und Medienumgang von Familien und Fachkräften sind der Schlüssel zu angemessenem Medienverhalten von Kindern. Es gibt viele Streitpunkte, Konfliktpotential und pädagogische Herausforderungen. Bildschirmzeiten (Fernsehen, Computer, Tablet und Smartphone) und Medienauswahl werden analysiert und in Modul 2 an Beispielen aufgezeigt. Praktische Methoden zur aktiven Mediengestaltung, wie das Erstellen von kleinen Stop-Motion-Filmen, Foto-Challenges oder die Nutzung digitaler Apps sind Teil von Modul 3. Dabei ist der Weg von den Konsumenten hin zu den Produzenten in der aktiven Medienarbeit zentral.
Sie erwerben folgende Kompetenzen
Sie kennen:
- Grundsätze Medienpädagogik.
- Medien-„Sprache“ und pädagogische Handlungsmöglichkeiten zwischen kindlicher Medienwelt und der Medienwelt Erwachsener.
- Medienkonflikte und deren Moderation.
- gute Beispiele der pädagogischen Arbeit mit Medien.
- kindgerechte Inhalte in Medienerzeugnissen.
- eigene Wege und Umsetzungsmöglichkeiten zur handelnden Medienarbeit.
Sie können:
- Kinder in der angemessenen Mediennutzung begleiten.
- Ihre eigene Haltung zu Medien im Alltag überprüfen.
- Medienangebote eigenständig planen und durchführen.
Für alle Einheiten gilt: Ein eigenes Smartphone und ein Tablet/Laptop sind notwendig.
Zielgruppe
Pädagog*innen und Lehrer*innen, die mit Kindern bis 12 Jahren arbeiten
Trainer
Prof. Dr. Reinhard Lohmiller
Termine
Modul 1 – Wie junge Menschen Medien nutzen, Di., 12. Oktober 2027, in Präsenz
Modul 2 – Medien als Konfliktpotential, Di., 09. November 2027, online
Modul 3 – Praxismodul aktive Mediengestaltung, Di., 07. Dezember 2027, in Präsenz
jeweils von 9 – 17 Uhr
Kosten
615,00 €
Ort
Freiburg im Breisgau, in Präsenz und online
